Es gibt verschiedene Grußformeln, mit denen man eine E-Mail oder einen Brief abschließen kann. Die richtige Wahl der Grußformel kann deine Kommunikation professionell und wirkungsvoll gestalten. Es gibt auch viele gängige Grußformeln für private Korrespondenz. Ein netter Gruß hinterlässt in der Regel einen bleibenden Eindruck und kann die Antwort des Gesprächspartners beeinflussen.
Formelle Grußformeln für Geschäftsbriefe und E-Mails
Formelle Grußformeln verleihen deinen Geschäftsbriefen und E-Mails ein hohes Maß an Professionalität. Sie sind besonders geeignet, wenn du ranghöhere Personen oder unbekannte Empfänger ansprichst, zum Beispiel bei einem Erstkontakt. Hier einige Beispiele:
Sehr häufig verwendet formelle Brief- und E-Mail-Schlussformeln:
• „Mit freundlichen Grüßen“ – Standardformel, eine formelle und klassische Art, eine E-Mail zu beenden. Sie ist für die meisten Situationen geeignet, besonders im geschäftlichen Kontext.
• „Mit freundlichem Gruß(e)“ – Standardformel
• „Mit besten Grüßen“ – Standardformel
Heute vor allem noch in amtlichen Schreiben:
• „Hochachtungsvoll“ – gilt als konservativ und veraltet, wird aber in amtlichen Schreiben an hohe Amtsträger noch verwendet
• „Mit vorzüglicher Hochachtung“ – gilt als konservativ und veraltet
Spezielle Firmenkorrespondenz:
• „Mit bester Empfehlung“
• „Mit besten Empfehlungen“
• „Mit verbindlichen Grüßen“
• „Mit den allerbesten Wünschen“
Solche Formeln eignen sich insbesondere, wenn anliegend etwas überreicht wird (Dokumente, Informationen, Gratiswaren) oder sich Firmen tatsächlich für Dienstleistungen oder als Warenanbieter empfehlen.
Grußformeln für private Korrespondenz
Neutral:
• „Viele Grüße“ – denn durch das Wort ‘viele’ wirkt diese Formel eher neutral und unpersönlich
• „Beste Grüße“ / „Mit besten Grüßen” – universell einsetzbar, unabhängig von der Beziehung zum Kontakt
• „Freundliche Grüße“
Grüße mit der Ortsangabe:
• „Mit den besten Grüßen aus … (Ort)“
• „Grüße aus dem sonnigen … (Ort)“
• „Mit den besten Grüßen nach … (Ort)“
• „Freundlicher Gruß nach … (Ort)“
Freundschaftlich:
Freundliche Grußformeln sorgen für eine persönlichere Note und eignen sich besonders für die Korrespondenz mit Kollegen oder Geschäftspartnern, zu denen bereits eine vertrautere Beziehung besteht. Einige Beispiele:
• „Schöne Grüße“ – eine einfache und effektive Grußformel
• „Herzliche Grüße“ – wenn du die angeschriebene Person magst und schätzt, dürfen die Grüße auch von Herzen kommen
• „Liebe Grüße“ – vermittelt eine gewisse Nähe oder Sympathie
• „In Verbundenheit“
• „Mit besten Wünschen“
• „Herzlichst“ – wenn man sich persönlich kennt und auch wertschätzt
• „Ich wünsche dir alles Gute“
• „Mit guten Wünschen für ein entspanntes Wochenende“
Intimere oder vertrautere Verhältnisse:
Informelle Grußformeln eignen sich hauptsächlich für den Austausch mit vertrauten Kollegen und Familienmitgliedern. Sie wirken nahbar und freundlich. Beispiele sind:
• „Viele liebe Grüße“
• „Ganz liebe Grüße“
• „Alles Liebe“
• „Alles Gute“
• „Bis dahin alles Gute“
• „Bis dahin grüßt Sie herzlich(st)“
• „Grüße und Küsse“ – eine nette, warme Grußformel
• „Ich wünsche dir einen tollen Start in die Woche“
• „Mach’s gut“
• „Sonnige Grüße“ / „Verschneite Grüße“
• „Schönen Tag“ / „Schöne Woche“ / „Schönes Wochenende“
Anstelle oder zusätzlich zu obigen Schlussformeln wird häufig vor den eigenen (Vor-)Namen „Dein/e“ oder „Ihr/e“ gesetzt, z. B.:
• „In Liebe, Dein(e) …“
Schlussformeln zur baldigen Fortsetzung einer Konversation
Eine E-Mail-Schlussformel kann eine großartige Gelegenheit sein, die Fortsetzung des Dialogs mit Ihrem Empfänger anzuregen.
• „Ich freue mich darauf, von Ihnen / dir zu hören.“
• „Für die Zusammenarbeit bedanke ich mich recht herzlich.“
• „Ich freue mich darauf, bald mehr mit dir / Ihnen über „x“ zu sprechen / mehr über „x“ zu erfahren.“
• „Lassen Sie / Lass mich wissen, wie es läuft.“
• „Wir werden demnächst weitere Informationen nachreichen.“
Danksagungs-Schlussformeln
Wenn du dich für etwas bedankst, ist es eine gute Möglichkeit, eine E-Mail mit „Danke“ zu beenden, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Hier ist ein paar Beispiele:
• „Danke / Danke dir / Ihnen“
• „Danke für die gute Zusammenarbeit“
• „Nochmals vielen Dank“
• „Vielen Dank“
• „Vielen Dank im Voraus“
• „Vielen Dank für Ihre / deine Aufmerksamkeit“
Christliche Grüße:
• „Herzliche Segensgrüße“
• „Liebe Segensgrüße“ (vertraulicher)
• „In Christus verbunden“ (auch „In Christus“, „In Ihm verbunden“, „In Christi Blut verbunden“)
• „Mit brüderlichen Grüßen“, „Mit geschwisterlichen Grüßen“
• „Gruß und Segen“
• „Mit ökumenischem Gruß“
• „In brüderlicher/geschwisterlicher Verbundenheit“
Für geschäftliche Korrespondenz ungeeignete Grußformeln:
• Ciao
• Tschüss
• Tschüsschen
• Halt / Halten Sie die Ohren steif
Abkürzungen
In offiziellen Briefen soll man Abkürzungen oder umgangssprachliche Ausdrücke vermeiden, weil sie achtlos wirken. In E-Mails kannst du sie nur dann verwenden, wenn du mit deinem Gegenüber z. B. bereits mehrere E-Mails ausgetauscht hast. Andernfalls kann die Abkürzung den Eindruck erwecken, dass du in Eile bist und dir keine Mühe gemacht hast, die Schlussformel auszuschreiben.
In manchen Bereichen, vor allem in elektronischer Korrespondenz und Internet-Foren, werden folgende Abkürzungen für Grüße verwendet:
• „MfG“, „mfg“ – „Mit freundlichen Grüßen“
• „MlG“, „mlg“ – „Mit liberalen Grüßen“
• „MsG“, „msg“ – „Mit solidarischem/sozialdemokratischem Gruß“
• „LG“, „lg“ – „Liebe Grüße“
• „GaLiGrü“, „galigrü“ – „Ganz liebe Grüße“
• „VG“, „vg“ – „Viele Grüße“
• „SG“, „sg“ – „schöne Grüße“
• „Hav“, „hav“ – „Hochachtungsvoll“
Formale Aspekte:
• Der Haupttext und die abschließende Grußformel werden durch eine Leerzeile getrennt.
• Nach der Grußformel steht kein Komma, kein Punkt und kein Ausrufezeichen.
• Nach der Grußformel ist kein Satzzeichen zu verwenden, es sei denn, die Grußformel ist Teil des letzten Satzes, dann gilt die reguläre Zeichensetzung und Groß- und Kleinschreibung. Zudem wird die Signatur von der Grußformel immer durch einen Absatz getrennt. Die korrekte Schreibweise lautet also: Mit freundlichen Grüßen (Absatz) [Signatur]
Eine Grußformel besteht nur aus einigen wenigen Worten. Und dennoch ist es damit möglich, der Nachricht noch einen persönlichen Abschluss zu geben und ein Signal an den Adressaten des Schreibens zu senden. Jede Grußformel hat eine andere Wirkung.
Foto: Bundeskanzleramt mit Chillida-Skulptur „Berlin“